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Prescott könnte etwas anderes bedeuten als Sie denken.

Was bedeutet Prescott?

Prescott ist der Code-Name für Intels neueste Generation von Pentium 4 Desktop-Prozessoren, die auf der 90nm Technology basieren. Sie laufen heißer als herkömmliche Pentium 4-Chips.

Hintergrund: Die ersten „Prescott”-CPUs wurden im Februar 2004 als Socket 478 eingeführt. Diese anfänglichen „Prescotts” sind pin-kompatibel mit den bereits bestehenden P4-CPUs (Code-Name: Northwood). Jedoch hat Intel später das LGA 775–Bauteil auf den Markt gebracht, welches auf einem neuen Motherboard-Design basiert. Dass sowohl beide "Prescott"-Versionen als auch die Northwood-Technologie „Pentium 4” genannt werden, macht die ganze Sache relativ undurchsichtig.

Was bedeutet "Prescott Ready"?

Ehrlich gesagt, nicht viel - im Vergleich zu der Verwirrung, die der Begriff im Markt verursacht hat. Seit einiger Zeit diskutiert und veröffentlicht Intel massenhaft neue Standards und Technologien, was selbst unter Branchen-Kennern zu Verwirrung und Verwechslungen geführt hat. Dadurch ist eine schwammige „Prescott Ready”-Kategorie entstanden, von der keiner mehr so richtig weiß, was sie eigentlich bedeutet. Die folgenden Themen werden häufig fälschlicherweise mit „Prescott" in Verbindung gebracht:

ATX12V v2.0
BTX
PCI Express
i915/i925X chipsets

Hintergrund: Viele Aspekte dieser neuen Technologie sind konzipiert, um mit anderen zusammen zu arbeiten oder sie gar zu ermöglichen; z.B. ATX12V v2.0 Netzteile erlauben eine bessere Stromversorgung von Motherboards mit PCI-Express-Bus, was jedoch nicht bedeutet, dass sie ein und die gleiche Sache sind. Jeder dieser oben genannten Begriffe verdient eine eigene Behandlung und sollte sowohl für sich selbst stehend als auch in Beziehung zu den anderen Themen verstanden werden.

Wie steht es nun eigentlich mit den „Thermally-Advantaged Chassis”, auch TAC- bzw. „thermisch begünstigte” Gehäuse genannt?

Gute Frage! Wenn "Prescott Ready" überhaupt etwas bedeutet, dann dies! Da „Prescott”-P4s heißer laufen als herkömmliche Prozessoren, hat Intel den neuen Standard von "thermisch-begünstigten Gehäusen" eingeführt. Diese TACs können dem CPU-Lüfter mit geringstem Aufwand kalte Luft zuführen – man kann sich also vorstellen, dass sie auch mit einem „Prescott”-P4-Kern arbeiten können.

Da „Prescott Ready” verwirrender Weise mit Themen in Verbindung gebracht wurde, die nichts mit „Prescott” zu tun haben, ist diese Bezeichnung vom Start an nutzlos geworden. Und da Intel bereits eine Kategorie (TAC) für Gehäuse erfunden hat, die wahrscheinlich mit „Prescott”-basierten-Systemen arbeiten können, denken wir, dass TAC eine nützlicherer Ausdruck ist. Ein neues Label wäre damit überflüssig.

Kann ein nicht-TAC-Gehäuse mit einem Prescott-Prozessor arbeiten?

Vielleicht. Und es ist auch denkbar, dass ein TAC-Gehäuse dabei fehl schlägt, eine „Prescott”-CPU kühl zu halten. TAC ist eine Möglichkeit, keine Garantie.

Hintergrund: UNTER GLEICHEN VORAUSSETZUNGEN hat ein TAC-Gehäuse die besten Chancen, gut mit einer „Prescott”-CPU zu arbeiten. Falls Sie aber die Lüfter blockieren oder es neben ein sonniges Fenster stellen, kann dafür nicht mehr garantiert werden. Je nachdem, was für ein System Sie bauen (d.h. wie heiß die anderen Komponenten laufen), ist es genauso möglich, dass ein nicht TAC-konformes Gehäuse (mit nur wenigen Grad Unterschied) gut funktioniert und keine Probleme aufweist. Sehen Sie TAC eher als eine Empfehlung an, nicht als Vorschrift.

Welcher Bezug besteht nun zwischen „Prescott” und Netzteilen?

So etwas wie ein „Prescott Ready”-Netzteil gibt es nicht. Jemand, der dies behauptet, versucht Ihnen entweder etwas zu verkaufen oder hat schlichtweg keine Ahnung, worüber er spricht. Wie dem auch sei, diesen Personen gehen Sie lieber aus dem Weg.

Okay, wie sieht es mit ATX12V v2.0 und Prescott aus?

ATX12V v2.0 ist ein neuer Standard für Netzteile und Motherboards zugleich und wurde neben anderen Funktionen hauptsächlich dafür erstellt, um den neuen PCI Express-Bus mit genügend Strom zu versorgen. Ein ATX12V v2.0 Netzteil unterscheidet sich von anderen Netzteilen durch einen 24-poligen Hauptstromverbinder (anstelle von einem 20-poligen) und zweifacher, unabhängiger +12V Stromschienen. Der Unterschied ist nicht so offensichtlich, jedoch sollte dies deutlich auf der Verpackung und der Gebrauchsanweisung vermerkt sein.

Da in der näheren Zukunft die meisten Motherboards diesem Standard entsprechen werden, und da die meisten neuen Prozessoren, die Intel verkaufen wird, „Prescott” sein werden, wird zwar tatsächlich eine scheinbare Verknüpfung zwischen diesen Technologien bestehen, aber keine Erfordernis sein. Darüber hinaus werden die meisten neuen Motherboards mit sowohl den Spezifikationen neuer als auch alter Netzteile arbeiten können. Sollten Sie sich jedoch in Ihrem System für eine PCI Express-Graphikkarte entscheiden, dann werden Sie gut daran tun, ein Netzteil mit den neuen Spezifikationen einzubauen.

Hintergrund: „Prescott” stellt keine wirklichen Probleme für Netzteile dar; es sind die Motherboards, durch die die eigentliche Verwirrung entsteht. Sollte ein Anwender sich für eine „Prescott”-CPU oder ein neues Motherboard entscheiden, dann besteht die Frage, ob er das Socket 478 oder die LGA 775-Version erhalten hat. Hierin liegt der Unterschied!

24 Pins, wie bitte? Ist EPS 12V dann noch kompatibel?

Einige Nutzer sind bereits seit längerem mit diesem Standard für Server-Boards und Netzteile vertraut. Die EPS12V-Spezifikation weist auch einen 24-poligen Hauptstromverbinder auf, jedoch ist oftmals der +12V-Anschluss mit 8 Pins bestückt, nicht mit 4 Pins. Achten sie deshalb gut darauf, dass Ihr Netzteil den Motherboardkonnektoren entspricht. Antecs Server-Netzteile weisen sowohl 8- als auch 4-pin Sekundärkonnektoren auf für eine umfassende Kompatibilität. Wenn Sie jedoch nicht mit diesen Standards vertraut sind, ist es ratsam, dass Sie besser pauschal ATX 12V v2.0 einsetzen.

Kommen auch Chipsets zur Sprache?

Ja, aber nur weil darüber so viel Unklarheit im Markt herrscht. Chipsätze sind eine Motherboardangelegenheit (und I/O Bus) und keine Netzteil- oder Gehäusefrage. Sollte Ihr Netzteil mit Ihrem Motherboard laufen und beides passt in Ihr Gehäuse, dann ist unser Job erledigt!

Und BTX?

Das ist ein zukünftiger Gehäusestandard. Vieles wird mit BTX anders und neu sein, allerdings ist dies ein Thema, über das wir ein anderes Mal schreiben können. Zum Zeitpunkt, an dem Sie sich über BTX den Kopf zerbrechen werden, wird Prescott eine alte – ja, sehr alte Angelegenheit sein.